SPD für Aussetzung des Gebäudeabrisses am Gymnasium St. Ursula

Der Altbau des Gymnasiums in Haselünne soll bald abgerissen werden. Foto: R. Hopster

Die SPD-Kreistagsfraktion will sich für die Aussetzung des Abrisses des Altbaus am Gymnasium St. Ursula Haselünne einsetzen. Dazu haben die Sozialdemokraten einen entsprechenden Antrag in den Kreistag eingebracht.

Begründet hat SPD-Fraktionsvorsitzende Andrea Kötter den Antrag der Sozialdemokraten damit, dass die städtebaulichen Belange bei der Entscheidungsfindung zum Abriss bislang zu wenig berücksichtigt worden sind. Richtig sei, dass der Landkreis als Träger die baulichen Entscheidungen zu treffen habe. „Anerkannt werden muss allerdings auch, dass das Bauwerk das Stadtbild auf entscheidende Weise seit vielen Jahrzehnten prägt“, so Kötter.

Es gebe zudem eine seit Monaten sehr kontrovers ausgetragene öffentliche Debatte über die Zukunft des Gebäudeteils. Nicht zuletzt der engagierte Einsatz vieler Haselünner Bürgerinnen und Bürger zum Erhalt des Gymnasiumaltbaus habe gezeigt, dass es gewichtige Gründe gebe, den Abriss zu überdenken.

Zwar habe das Verwaltungsgericht Osnabrück einen Eilantrag abgelehnt, in dem die Antragsteller die Zulässigkeit eines Bürgerbegehrens für den Erhalt des Altbaus festgestellt haben wollten. Kötter sieht trotzdem die Notwendigkeit, die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Haselünne einzubeziehen und ihnen ein Mitspracherecht in dieser Sache einzuräumen, da die Auswirkungen des Beschlusses des Landkreises auf die Stadt beschränkt seien. „Wir können uns hier nicht nur auf Zuständigkeiten berufen und die berechtigten Interessen der Bürger ignorieren. Aus den genannten Gründen haben wir beantragt, den Abriss des alten Gebäudes am Kreisgymnasium St. Ursula vorerst auszusetzen“, so Kötter. Die Fraktionsvorsitzende hofft, dass den Einwohnern Haselünnes Zeit eingeräumt wird, Maßnahmen zum Erhalt des Altbaus zu diskutieren und umzusetzen, sollte der SPD-Antrag im Kreistag Zustimmung finden. „Der Landkreis hat dadurch keine Nachteile“, findet Kötter.